Regeln
Allgemeine Informationen.
Als in weit entfernter Vergangenheit ein Mensch aus irgendetwas eine Kugel formte und bemerkte, dass er mit dieser Kugel spielen konnte und eine Menge Spaß hatte, dachte er sicher nicht an die Auswirkungen, welche seine Erfindung haben würde.
Schon in der Antike kannten die Römer und Griechen Ballspiele, die dem heutigen Handball sehr ähnlich waren. Auf Zeichnungen und in Berichten werden Spiele wie Urania und Harpastum genannt. Diese waren nicht so durchorganisiert wie unser heutiges Handball, aber dem schon sehr ähnlich.
Im Jahre 1917 legte der Berliner Oberturnwart Max Heiser die Spielregeln des modernen Handball in groben Zügen fest. Damals war es noch ein Spiel für Frauen und Mädchen und Körpereinsatz untersagt. Erst 1919, nach einigen Neuerungen durch den Turnlehrer Carl Schelenz, wurde das Spiel auch für Jungen und Männer interessant. Schelenz stellte neue Regeln auf und richtete sich sehr nach dem weithin beliebten Fußball. Körpereinsatz, Kampf und Prellen waren nun gestattet. Dies machte das Spiel spannend und schnell.
Bald bildeten sich die ersten Vereine und später auch Organisationen, welche das Spiel bekannt machten und internationale Wettkämpfer ermöglichten.
Inzwischen ist Handball eines der beliebtesten Mannschaftsspiele weltweit.
Die Regeln
Handball ist ein Spiel, welches von zwei Mannschaften ausgetragen wird.
Eine Mannschaft besteht hierbei aus 6 Feldspielern und einem Torwart. Sollte es einmal nötig sein einen Spieler auszutauschen, kann der Trainer bis zu 7 weiteren Spielern auf der Ersatzbank bereithalten.
Der Ablauf ist dem des Fußballs ähnlich. In zweimal 30 Minuten müssen die beiden Mannschaften so viel Tore wie nur möglich zu erzielen. Hierzu muss der Ball in das gegnerische Tor geworfen werden. Diese steht natürlich nicht ungeschützt in der Halle. Ein Torwart versucht es mit vollem Körpereinsatz zu schützen.
Wer nun glaubt, ein gezielter Wurf auf den Kopf des Torwarts und das Problem sei gelöst, der irrt.
Sollte dies versucht werden, wird es sicher von den beiden Schiedsrichtern bemerkt.
Anders als bei Fußball entscheiden beim Handball zwei Schiedsrichter, da das Spiel in aller Regel schneller abläuft und so mehr und schwierigere Entscheidungen getroffen werden müssen.
Die beiden Schiedsrichter teilen sich das Spielfeld auf. So gibt es einen so genannten Torschiedsrichter und einen Feldschiedsrichter.
Wie die Namen schon sagen kümmert sich der Torschiedsrichter eher um die Torräume, der Feldschiedsrichter um das restliche Spielfeld.
Der Ball darf mit dem gesamten Körper oberhalb des Knies berührt werden.
Die Regeln zum Dribbeln, Laufen und Fangen beim Handball hören sich im ersten Moment sehr kompliziert an.
Der Spieler darf den Ball, ohne das er dribbelt, maximal 3 Schritte machen und ihn so maximal 3 Sekunden lang halten.
Insgesamt könnte er 6 Schritte weit kommen.
Beispiel: Der Spieler fängt den ihm zugepassten Ball und läuft mit ihm 3 Schritte weit. Nun beginnt er zu dribbeln. Hiernach nimmt der Spieler den Ball fest in die Hand, um beispielsweise einen Torwurf zu wagen. Nun kann er weitere 3 Schritte machen und muss dann werfen. Auf das Tor oder aber einen Pass zu einem freistehenden Mitspieler.
Ab und an passiert es doch, dass ein Spieler mehr Schritte macht oder aber doppelt dribbelt. Dies führt zur Abgabe des Balles an die andere Mannschaft.
Weiterhin darf der Ball von den Spielern nicht zurück in das eigene Torfeld, in die Hände des Torwarts, geworfen werden. Beim Fußball ist dies eine gute Möglichkeit seine Strategie neu zu bedenken und Zeit zu gewinnen.
Handball soll schnell ablaufen. So bedeutet ein Rückwurf an den eigenen Torwart einen Freiwurf für die gegnerische Mannschaft.
Die offizielle Spielfläche beträgt 40 Meter x 20 Meter. Eine Mittellinie teilt das Feld in zwei Hälften.
Die Handballtore sind grundsätzlich 3 Meter breit und 2 Meter hoch.
Zwei Kreise vor dem Tor mit einem Radius von 6 Metern geben den so genannten Torraum an.
In diesem Raum ereignen sich die spektakulärsten Würfe.
Da der Ball im Luftraum des Torraumes gespielt werden kann, nutzen die Gegnerischen Stürmer diese Regel, um aus kurzer Distanz auf das gegnerische Tor zu werfen. Hierbei muss der Ball die Hand des Werfers verlassen haben, ehe er mit den Füßen den Torraum berührt.
Im ersten Moment hören sich die Regeln und Informationen kompliziert und schwer umsetzbar an. Spielt man jedoch einmal selbst klären sich die Fragen meist von ganz alleine.
Wenn nicht helfen die Schiedsrichter mit diversen Pfiffen, Strafen und Hinweisen immer gerne nach.