Frauen Handball
In Deutschland ist die Handball-Bundesliga die höchste Spielklasse bei den Frauen. In ihr treten insgesamt zwölf Mannschaften an, welche in einem Ligasystem jeweils in Hin- und Rückrunde gegeneinander spielen.
Mit Beginn der Saison 2005/06 wird die Liga in Folge des 22 Spieltages gedrittelt. So ermitteln die ersten vier Plätze den Deutschen Meister. Die Plätze 5 bis 10 ermitteln dann die weiteren Plätze, wobei der Sieger dieser Gruppe im Europapokal spielen darf. Die Playoffs der Meisterschaft werden in Form von Finale und Halbfinale ausgetragen.
Vergeben wird der Titel des Deutschen Frauen Handball Meisters seit der Saison 1957/58. Allerdings wurde die Bundesliga als oberste Spielklasse erst im Jahre 1975 eingeführt. Innerhalb der ersten zehn Jahre wurde die Liga in zwei unterschiedlichen Staffeln gespielt, so dass der Deutsche Meister in einem Play-Off aus den ersten der Nord- und Südstaffel ermittelt wurden. Ab dem Jahr 1985 wurde die Damen Handball Bundesliga jedoch eingleisig.
Die 2. Bundesliga der Damen wurde im Jahr 1985 gegründet und wird seitdem in zwei Staffeln gespielt. Diese sind Nord und Süd. Ausnahme waren die Jahre 1991 bis 1994, in dieser Zeit gab es zusätzlich eine Dritte Staffel. Unter der 2. Bundesliga folgen fünf Regionalligen. Diese sind Nord, Nordost, Süd, Südwest und West. Diesen folgen wiederum ganze 16 Oberligen.
Aufsteigen tun jeweils die zwei Erstplatzierten der 2. Bundesliga, welche in Play-Off-Spielen der jeweils vier Erstplazierten der Staffeln Nord und Süd ausgespielt werden. Die zwei Letztplatzierten aus der 1. Bundesliga hingegen steigen immer in die nächst niedrigere 2. Bundesliga ab.
Vor der Einführung der Bundesliga der Frauen im Handball 1957/58 wurden zuerst die Kreismeister ausgespielt. Daraufhin wurde aus diesen der Landesmeister ermittelt. Diese Landesmeister spielten daraufhin in einem Turnier um die Regionalmeisterschaft. Woraufhin diese wiederum den Deutschen Meister ermittelten. Zusätzlich nahm bis 1964 der Vizemeister des Verbandes, der die Endrunde ausrichtete an ihr teil.
Zusätzlich gibt es einen sogenannten DHB-Pokal, welcher der bedeutendste Pokalwettbewerb im Hallenhandball der Damen. Die Mannschaft, die diesen Pokal gewinnt, darf im darauffolgenden Jahr am Kampf um den Europapokal der Pokalsieger teilnehmen. Bis zum Jahr 1991 wurde in der damaligen DDR zudem der DHV-Pokal ausgetragen.
1976 wurde der Hallenhandball der Frauen in Montreal endlich olympisch.